Die Pflege in Deutschland steht vor immer neuen Herausforderungen. Um die Qualität der häuslichen Pflege sicherzustellen und pflegende Angehörige zu unterstützen, spielt der sogenannte Pflege-Beratungsbesuch eine zentrale Rolle. In diesem Blog informieren wir Sie über die wichtigsten Aspekte für das Jahr 2025.
Was ist ein Pflege-Beratungsbesuch?

Pflege-Beratungsbesuche nach § 37 Abs. 3 SGB XI sind verpflichtende Termine für Pflegebedürftige, die Pflegegeld beziehen und von Angehörigen oder ehrenamtlichen Pflegepersonen zu Hause gepflegt werden. Ziel dieser Besuche ist es:
- die Qualität der Pflege sicherzustellen,
- pflegende Angehörige zu beraten und zu entlasten,
- Unterstützungsmöglichkeiten aufzuzeigen und
- Tipps für die Pflege zu geben.
Wer muss Pflege-Beratungsbesuche wahrnehmen?
Die Verpflichtung zu Pflege-Beratungsbesuchen richtet sich nach dem Pflegegrad der pflegebedürftigen Person:
- Pflegegrad 2 und 3: Ein Besuch alle sechs Monate.
- Pflegegrad 4 und 5: Ein Besuch alle drei Monate.
- Pflegegrad 1: Freiwillige Beratungsbesuche möglich.
Die Termine müssen von einer anerkannten Pflegefachkraft oder einem Pflegedienst durchgeführt werden.
Was ändert sich 2025?
Ab dem Jahr 2025 gibt es einige wichtige Neuerungen:
- Digitalisierung der Dokumentation
Beratungsbesuche können jetzt vollständig digital dokumentiert werden, was den Prozess für Pflegebedürftige und Fachkräfte erleichtert.
- Erweiterte Beratungsinhalte
Neben klassischen Pflegethemen wie Lagerung und Ernährung wird ab 2025 verstärkt auf psychische Gesundheit, Demenzbetreuung und die Nutzung technischer Hilfsmittel eingegangen.
- Mehr Flexibilität bei der Durchführung
Testprojekte in einigen Bundesländern erlauben erstmals Beratungen per Video. Dies ist besonders für Menschen in ländlichen Regionen interessant.
Wie bereitet man sich auf den Pflege-Beratungsbesuch vor?
- Unterlagen bereithalten: Pflegegrad-Bescheid, Pflegeplan und eventuell vorhandene ärztliche Gutachten sollten griffbereit sein.
- Fragen notieren: Nutzen Sie die Gelegenheit, um Unklarheiten zu besprechen.
- Hilfsmittel zeigen: Falls technische Geräte oder Hilfsmittel im Einsatz sind, können Sie diese während des Besuchs überprüfen lassen.
Warum sind diese Besuche wichtig?
Warum sind diese Besuche wichtig?
Pflege-Beratungsbesuche sind nicht nur eine Formalität, sondern eine wertvolle Unterstützung für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen. Sie helfen dabei, den Pflegealltag besser zu meistern, und stellen sicher, dass die Pflege auf einem guten Niveau bleibt. Gleichzeitig dienen sie der Prävention, indem frühzeitig auf Probleme oder Überlastungen hingewiesen wird.
Der Pflege-Beratungsbesuch ist eine wichtige Maßnahme, um die häusliche Pflege langfristig zu sichern und zu verbessern. Die Neuerungen für 2025 machen die Besuche noch nutzerfreundlicher und zukunftsorientierter. Nutzen Sie diese Gelegenheit, um Ihre Pflegequalität zu steigern und die Herausforderungen des Pflegealltags besser zu bewältigen.
Wenn Sie Fragen haben oder Unterstützung bei der Organisation eines Pflege-Beratungsbesuchs benötigen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Kontaktieren Sie uns noch heute!